Rückblick Theaterworkshop

Die Kulturscheune wird zum Königsschloss

Im „Königreich Hasenfuß“ herrscht Aufregung. Die Schwester der Königin hat sich aus Paris
angekündigt und die Königin muss eine Ansprache halten. Sie muss so tun, als würde sie sich
freuen. Dabei kann sie ihre Schwester nicht leiden. Zwischen ihnen herrscht Streit. Sie können sich
nicht darüber einig werden, wie ihr gemeinsames Credo „Frauen an die Macht“ in die Tat umgesetzt
werden soll.


Während sie den König geheiratet – und dem verliebten Trottel die Regierung des Landes
abgenommen hat, bringt ihre Schwerter Mme. Macaron wahllos Männer um die Ecke. Sie wähnt
dann den Weg an die Macht frei: Wenn keine Männer mehr da sind, können Frauen regieren. Ihre
Freundin Monika findet diese Lösung zu einfach, hilft ihr aber trotzdem bei der Erschaffung eines
Imperiums, dessen Existenz erst am Schluss des Stückes aufgedeckt wird.


Bis dahin gibt es viele, verschiedene Schauplätze zu sehen, an denen die Protagonistinnen zwischen
10 und 15 Jahren in bunten Kostümen und mit sehr viel Spielfreude, Leben in die Kulturscheune
Oberholzen gebracht haben.
Dort wurden nicht nur bei der Aufführung des Stückes „Aufruhr in Buxtehude“ am 25.10.26 alle
Ebenen genutzt, so, dass das Publikum mitten im Geschehen stand. Auch in der Woche davor wurde
hier fleißig für eben dieses Stück geprobt: In dem, vom NRW Landesprogramm „Kulturrucksack
NRW im Oberbergischen Kreis“ geförderte Workshop „So ein Theater – Verkleidung, Maskerade,
Rollenspiel“, der von Christine Bretz geleitet wurde.


In dem Theaterstück, das die Teilnehmerinnen mit der Kursleiterin selbst entwickelt hatten, wurde
gelacht, spioniert und entdeckt, geplant, gestorben, geweint und ausgetrickst.
Prinzessin Mona-Lisa, die Schöne, die Dritte will unbedingt ein 13. Pferd. Das Hauskrokodil
Krumel ist heimlich in die Königin verliebt, Spionin Fresh hält alle Königsfäden in der Hand,
Spionin Fluffy spioniert für die Gegenseite und die Taube Elanda macht eine interessante
Entdeckung:
Mme. Macaron bringt die Männer nicht um, sondern lässt diese für sich arbeiten: Sie stricken
Weihnachtssocken. Die Adresse der Weihnachtssockenfabrik lautet: „Um die Ecke 66“.
Das inszenierte Chaos hatte einen Rote Faden und die Lösung musste vom Publikum erraten
werden.
Der große Applaus belohnte die kreativen Darstellerinnen am Schluss für ihre Ideen und ihr
Können.
Mit dem Tag der Aufführung endete auch der Workshop. Und alle waren sich danach einig: Beim
nächsten Mal sind wir wieder dabei.

Es gab sogar einen Pressebericht zur Veranstaltung:

https://www.ksta.de/region/oberberg/wiehl/selbstgeschriebenes-theaterstueck-begeistert-in-der-kulturscheune-1406355

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