Rückblick auf den 10.01.2025 Talk in der Scheune mit Lothar Hlavensky

Rückblick auf den 10.01.2025 Talk in der Scheune mit Lothar Hlavensky

Wirklich spannend wurde es an diesem 3. Abend mit Brasilien-Berichten, weil Lothar über die sensationellen Wasserfälle von Iguazù an der Grenze zwischen Brasilien und Argentinien in Wort, Film und Bild berichtete. Sie gelten als die größten der Welt, sind 2700m breit und teilweise 82 Meter hoch. Die Sicht darauf ist – sofern nicht von der Gischt vernebelt – über einen langen Steg möglich. Mutige können sich auch mit dem Boot bis dicht an die Wasserfälle heranfahren lassen. Das Wasser ist auffällig braun, eine Folge der massiven Abhozung der Regenwälder mit daraufhin einsetzender Erosion der Böden.

Fast den gleichen Wasserdurchfluss wie die „unzähmbaren“ Wasserfälle des Iguatù haben die Wasserkraftwerke mit insgesamt 20 riesigen Turbinen, die am Itaipo – Staudamm des Parana gebaut wurde. Bis zur Fertigstellung des Drei-Schluchten-Staudamms in China war diese Anlage die leistungsstärkste der Welt. Das Gemeinschaftsprojekt der beiden Staaten wurde 1984 fertiggestellt und versorgte 2013 Paraguay zu 75 % und Brasilien zu 25% mit elektrischem Strom –

Seit seiner Inbetriebnahme 1984 und bis einschließlich 2013 hat Itaipu 2135 Terawattstunden Elektrizität generiert.[4] 2016 wurde ein neuer Rekord bei der Gewinnung elektrischer Energie mit etwas mehr als 103 Terawattstunden erzielt.
Der Stausee hat die doppelte Größe wie der Bodensee,, die Staumauser ist 7.760 m lang und 196 m hoch. Zahlreiche Kommunen sind von der Überflutung betroffe, viele Indigene verloren ihre Heimat beim Bau des Sees, etwa 40 000 Menschen mussten umgesoiedelt werden, Regenwald musste abgeholzt werden. Es werden Ausgleichzahlungen geleistet aus den Gewinnen der Kraftwerke, seit Errichtung 3,35 Milliarden US$.

Umrahmt wurde die Veranstaltung von Musik unserer Freunde von Chapelloise. Ines und Martin Pack erzählten vom Bücherschrank, der neben Belletristik und Krimis auch Fachbücher über Heilkunde enthält. Heike Brand von LEADER-Oberberg war mit einem Videografen zugegen: Unsere Scheune wird in Bälde eine weitere filmische Dokumentation erfahren.

Lesung mit Christine Bretz

Lesung mit Christine Bretz

Rückblick auf den den Abend mit Christine Bretz am 16.11.2024

Zwischen den Zeilen hindurch

So lautet der Titel einer Sammlung eigener Gedichte, aus der die vielseitige Künstlerin aus Bergneustadt vorgetragen hat.

„Worte manifestieren nicht wirklich die Wirklichkeit. Sie suchen nur danach“.

Wir konnten an diesem Abend teilnehmen an den tastenden Versuchen der Künstlerin, ihre Gefühle und Gedanken in Worte zu fassen, besser gesagt, sich ihner Wirklichkeit zu nähern und es dem Hörer zu überlassen, was dort zwischen den Zeilen hindurch zur Sprache kam. Ihre Themen umspannen das ganz persönliche Umfeld, das Vertraute in Beziehungen mit Kindern, Geliebten, Freundinnen und Freunden. Sie betrafen aber auch die Natur und ihre Sorge um deren Erhalt, ihre Angst um die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen durch Maßlosigkeit und Gier. Aufgelockert wurde der Vortrag durch kleine poetische Filme, die sie vor allem zusammen mit ihren Kindern Vivian und Kasimir und Torsten Schördling (Anwyn-Entertainment) gestaltet hat.

Unser Publikum war aus Wiehl, Bergneustadt und Bierenbachtal zu uns gekommen. Nach dem Vortrag verweilten etliche noch gerne bei Plaudereien im Kerzenschein.

Christine lesend mit Erdkugel als Puzzle

Untertext: Wenn die Welt ein Puzzle ist, haben wir zu viele Teilchen beiseite geschafft

Rückblick Konzert Chapelloise

Rückblick Konzert Chapelloise

Lauter glückliche Gesichter…

… gab es beim Konzert der Gruppe Chapelloise am Samstag, dem 24.02.24 in der „Lebendigen Scheune“ in Wiehl Oberholzen. Alte Tanzweisen aus ganz Europa erklangen da auf einem Instrumentarium, das vielen Zuhörern weniger bekannt ist. Umso größer war das Interesse, das etwa der Drehleier, die Rhythmus, Melodie und Begleitung in einem Instrument vereint, entgegengebracht wurde. Dank der geschickten Händen von Hendrik Ardner gedieh das in früheren Jahrhunderten europaweit bekannte Multitalent zum mitreißenden „Leadinstrument“. Okarina und Gemshorn blies Eckhard Pfiffer mit viel Temperament und spürbarer Begeisterung. Beide sind ihm liebgewonnene Reisebegleiter geworden und erklangen in den Gassen von Santiago de Compostella ebenso wie in Kneipen Irlands und der Bretagne. „Gebändigt“ und zusammengehalten wurde die Klangfülle durch Florian Stühn an Gitarre und Contrabaß, auf dass kein*e Tänzer*in  durch verquere Tempi ins Stolpern geraten möge. Schade, dass in der Scheune dazu gar keinen Platz geblieben ist. Es blieb also beim Hörgenuß in entspannter Wohnzimmeratmosphäre.

Drei originelle Typen – so waren sie zuvor angekündigt – und dem wurden sie tatsächlich gerecht: Unterhaltsam, schelmisch, mitreißend – beglückend eben.

Das Scheunenprogramm ist zu finden unter igl-oberholzen.de

Melanie Rabe in Oberholzen – Wie das?

Melanie Rabe in Oberholzen – Wie das?

Melanie Raabe ist in Wiehl aufgewachsen. Vielen Wiehler*innen wurde sie als Schauspielerin im Schauspielstudio Oberberg bekannt. Auch der Kontakt mit Kurtzweyl entstand über das Schauspiel: Melanie spielte zwischen 2006 und 2015 mit in den mittelalterlichen Kriminalstücken, die den Rahmen festlicher Bankette u.a. in der Holsteinsmühle oder in Schloss Gimborn bildeten (siehe Fotos).

Zu dieser Zeit arbeitete sie in ihrem erlernten Beruf als Journalistin, widmete sich aber heimlich auch ihrer Leidenschaft, dem Entwickeln und Erzählen fesselnder Geschichten. Ihr Traum von einer Karriere als Schriftstellerin hat sich erfüllt, als sie mit ihrem ersten Roman „Die Falle“ 2016 einen in 20 Sprachen übersetzten Bestseller landete. Dem folgten weitere Bestseller, – einer davon „Der Schatten“ , wurde als Serie verfilmt. Die vielseitige Autorin schrieb auch Sachbücher und ist in Podcasts z.B. mit der ebenfalls aus Wiehl stammenden Laura Kampf zu hören.

Die Wohnzimmerlesung ist ein Geburtstagsgeschenk an Jürgen und Bärbel. Danke Melanie.